Außenansicht | Landwirtschaftsschule Laufen
Außenansicht | Landwirtschaftsschule Laufen
Treppenhaus | Landwirtschaftsschule Laufen
Treppenhaus | Landwirtschaftsschule Laufen

Landwirtschaftsschule Laufen

Von der Lehre zur Umsetzung

Von der Lehre zur Umsetzung

Durch die Entscheidung des Landkreises, die bestehenden gründerzeitlichen Gebäude zu veräußern und mit dem Schulbetrieb der Landwirtschaftsschule in das benachbarte Mädcheninternatsgebäude zu ziehen, musste ein Gebäude enwickelt werden, an das bedingt durch die Unterrichtsfächer viele unterschiedliche Anforderungen gestellt wurde: dazu zählen Kochen, Nähen, Handarbeiten und Hausarbeit. Da die Schule im Kontext zu ihren landwirtschaftlichen Wurzeln und den aktuellen Anforderungen stehen soll, wurde versucht, in Mitten der Stadt ein naturnahes Lehren, umgeben von Gewürzgarten und Apfelbaumwiese, umzusetzen.

Ein großes Problem musste gleich zu Beginn bewältigt werden, da die ehemalige Schule viele große Räumlichkeiten besaß und im Zuge des Umzuges der Unterricht in das viel kleinere und kleinteiligere Gebäude aus den 1950er Jahren verlegt werden musste. Es folgte somit eine Zusammenlegung von Räumen, darüber hinaus wurden einst als Abstellraum genutzte Räume zu Unterrichtsräumen adaptiert. Ein Handicap war, dass der Umzug in das Gebäude bereits vor den Umbauarbeiten erfolgt war und der Umbau somit während des laufenden Betriebs durchgeführt werden musste. Die Nutzungsänderung zog auch die Aufstellung eines Brandschutzkonzeptes nach sich, wodurch zusätzliche Eingriffe und Änderungen am Bestand notwendig wurden. Zwei neue Fluchtwege mit außenliegenden Treppen entstanden, außerdem wurde die vorhandene Treppenhausverglasung aus Glasbausteinen durch eine Pfostenriegelfassade ausgewechselt. Um der aktuellen Wärmeschutzverordnung zu entsprechen, erfolgte ein Auswechseln der Fenster und das Anbringen einer WDVS-Fassade. Die vorhandene Dachdeckung wurde durch eine Ugenox-Metalldeckung ersetzt.

Gut sichtbar steht das Schulgebäude inmitten der Obstbaumwiese, und mit seinem erdverbundenen Fassadenfarbton spiegelt es die neue Nutzung als Landwirtschaftsschule dar. Der Schüler betritt das Foyer der neu sanierten Schule über eine Rampe. Von dort gelangt man direkt in den Näh-, Schneider- und Töpferbereich oder über eine zweiläufige Treppe, für die ein neues Treppengeländer entworfen wurde, in die oberen Geschosse. Im mittleren Geschoss befindet sich im Westen der große Lehrsaal bzw. im Osten die Lehrküche. Der direkte Bezug zur Landwirtschaftslehre erfolgt über die großen Fenster mit Ausblick in den Gewürz- und Gemüsegarten und in die Obstwiese.